Als ich bei Etappe 27 berichtet habe (meine abenteuerliche Überquerung der Schiara), dass wir Menschen Orientierung brauchen – im Arbeitsalltag von Führungskräften -, kam die Frage auf, wer denn dann Führungskräften Orientierung gibt. Hier nun meine Gedanken zu dieser Frage während der Rückreise dazu formuliert.

Menschen mit einem niedrigen Anerkennungsmotiv (nach dem Reiss Motivation Profile) haben einen inneren Navigator. Daher sind sie weniger „abhängig“ von einer externen Orientierungsquelle. Dennoch gehe ich davon aus, dass auch diese Führungskräfte eine Orientierung brauchen und sich an Vorbildern orientieren. An Menschen, die etwas vollbracht haben oder repräsentieren, was sie selbst als erstrebenswert ansehen.

Weitere Orientierungsquellen können sein:

  • Mitarbeiter
  • Kunden
  • Familie
  • Freunde
  • Verbände
  • Vereine
  • Politik
  • Trends
  • Bücher
  • Seminare
  • Think Tanks
  • Expertenrunden
  • Messen
  • Coachings / Sparringspartner

All diese Orientierungsquellen können helfen, Themenfelder zu identifizieren und aufzumachen, an denen man weiter arbeiten und sich entwickeln möchte. Daraus leiten sich Ziele ab, die in kleine Meilensteine aufgedröselt, Stück für Stück erreicht werden können.

Meine persönlichen Orientierungsquellen

So war die initiale Idee für meine Reise nach Venedig ein Bildband, der den sogenannten Traumpfad in wunderbaren Bildern beschrieben hat. Das hat mir eine Orientierung gegeben, ein Thema in den Kopf gesetzt, das mich angesprochen und inspiriert hat. Dass es fast 20 Jahre dauern sollte, bis die Idee als klares Ziel formuliert und am Ende Wirklichkeit werden sollte, das ist wieder eine Frage von Ressourcen, die eben erst heute verfügbar sind.

Ich selbst finde auch Orientierung an unseren Firmenwerten, die mir immer wieder den Spiegel vorhalten, ob ich mit meinen Ideen und Verhaltensweisen auf Kurs bin. Als Werte der Qnigge GmbH haben wir beschrieben: Qualität, Nachhaltigkeit, Initiative, Gewinn, Glaubwürdigkeit und Emotionen. Hier ist nachzulesen, was diese Werte im Einzelnen für uns bedeuten.

Darüber hinaus sind für mich auch Projekte wie das regelmäßige Dunkelretreat (z.B. hier ist beschrieben, was das ist) oder gar die Reise München – Venedig Ankerpunkte, die mir durch die Zeit des Nach- oder besser Vordenkens durch die gedachten Gedanken und getroffenen Entscheidungen eine klare Orientierung geben, was als nächstes ansteht. So gibt es inzwischen eine Liste mit über 10 Punkten, an denen ich als nächstes arbeiten möchte, bis hin zu der Entscheidung, auch bestimmte Dinge nicht mehr zu machen.

So habe ich z.B. die Entscheidung getroffen, im Jahr 2020 kein extremes Sportprojekt zu starten und im Sinne von Ressourcenschonung meinem Körper eine Ruhepause zu geben, um die Belastungen dieses Jahres sauber verarbeiten zu können. Darüber hinaus gibt es auch noch andere Lebensbereiche, denen ich mehr Aufmerksamkeit schenken möchte. Eine Führungsfähigkeit ist sicher die Fähigkeit, immer wieder nach vorne zu denken und für sich und für sein Umfeld die Themen zu identifizieren, die als nächstes anstehen, um Orientierung zu schaffen.

Ich wünsche euch, eure eigenen Quellen zur Orientierung zu finden und weise zu nutzen.

Euer Markus F. Weidner

Bilder der Rückreise, Gegend um Feltre

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