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Das Motto des 4. Tages sind gemischte Gefühle: Körperlich merke ich, dass es sehr fordernd ist, obwohl ich gut trainiert bin. Und wenn die Fußsohlen spürbar werden und am vierten Tag plötzlich Blasen kommen – etwas, was so gar nicht brauchbar ist – dann verändert sich auf einmal die psychische Verfassung. Und Zweifel werden im Kopf laut: Schaffst Du das überhaupt? Geht das wieder weg? Hast Du Dir da ein Projekt vorgenommen, was zu groß ist? Und vor allen Dingen, wenn die Phase, die ich alleine unterwegs bin, bald vorbei geht, tauchen Fragen auf. Erst jetzt am Abend habe ich mich entschieden, heute doch etwas zu dokumentieren, wenn auch nur kurz…

dunkle Wolken ziehen auf…

Ich bin gespannt, wie es mir morgen geht, am Tag 5 und dann am Tag 6. Bis jetzt erstmal die ersten 6 Tage rum sind, will ich es auch nicht überbewerten, vor allem, weil ich dann auch drei Tage bewusst Pause geplant habe und erst am Samstag kommende Woche wieder dann einsteige. Und ich glaube, das ist eine kluge Entscheidung gewesen, da drei Tage Pause bewusst vorzusehen um zu regenerieren.

Wie das so ist bei Projekten, um das nochmal aus der Führungsperspektive beleuchtet zu haben: Den ersten Schritt zu tun, ist gut, Geduld zu haben, die neuen Erfahrungen zu integrieren – das braucht seine Zeit. Und dann nicht überrascht sein, wenn es auch mal schwer wird, dass Zweifel kommen. Das gilt es auszuhalten, mit sich selbst auszuhalten.

Vielen Dank für die vielen motivierenden Nachrichten, die mich erreicht haben, das baut auf! Dennoch: mit sich in solchen Tagen alleine zu sein, will auch gelernt sein…

In diesem Sinne,

Euer Markus F. Weidner

Links:
Meine Tourplanung der 4. Etappe
Meine gesamte Tourplanung und Tracking

Videos & Bilder zu Etappe 4

Ein kurzer Zusammenschnitt meiner Gedanken und Erlebnisse (Stichwort: Bienen und Zweifel…)
Qnigge Walk&Talk

Worte vorab zu Qnigge Walk&Talk

Bei meinem Projekt München – Venedig – München handelt es sich um die Erfüllung eines lange gehegten Lebenstraums und um ein Selbstexperiment, das ich öffentlich und transparent gestalten möchte. Ziel ist, dass Dritte gleichermaßen davon profitieren und einen Abgleich mit eigenen Erfahrungen machen können. Daher sind meine Reiseberichte für diejenigen gedacht, die sich für die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung, Führung, Unternehmertum oder Weitwandern und Ausdauersport interessieren.

Das Projekt und Produkt Qnigge Walk&Talk ist gleichermaßen ein kommerzielles Coachingprodukt der Qnigge Akademie für Führungsqualität und Service-Erlebnisse. Über die gesamte Reise von 65 Tagen habe ich sehr bewusst Reisezeiten alleine geplant. Außerdem werde ich immer wieder von Coachees über 1 bis zu 7 Tagen begleitet. Zum Schutz dieser Personen werde ich nicht über deren, sondern ausschließlich über meine Erfahrungen berichten, es sei denn, dass ich die ausdrückliche Erlaubnis meiner Coachees habe, auch über deren Themen zu berichten. Das bezieht sich auf die Berichterstattung in Wort, Bild und Video.

Bei den Reiseberichten handelt es sich nicht oder nur in sehr wenigen Fällen um Wegbeschreibungen, weil es nicht mein Anspruch ist, einen Reiseführer zu verfassen. Schon nach den ersten Tagen habe ich gemerkt, wie unbedeutend der einzelne Wegabschnitt ist, denn viele Wege führen bekanntlich nach Rom und damit auch nach Venedig. Wer eine ähnliche Reise plant, der wird seinen eigenen Weg finden müssen, wird allerdings von den körperlichen und mentalen Erfahrungsberichten profitieren.

Außerdem sind keine Heldengeschichten zu erwarten. Es gibt mit Sicherheit Menschen, die diese Reise schneller, höher und weiter gestalten können. Es geht mir darum, meine persönlichen Erfahrungen, die guten, die nachdenklichen und nachdenkenswerten, ebenso wie die schönen und freudigen Erlebnisse und damit eine sehr subjektive und in meiner Art einzigartige Sicht zu offenbaren.

Der Blog dient mir zur persönlichen Reflektion, zur Erinnerung und als Grundlage für die Veröffentlichung der Reise in einem Buchformat, das noch nicht final bestimmt ist. Die Form der Berichterstattung selbst wird sich im Verlauf der Reise entwickeln. Es ist nicht mein Anspruch, dass ich ein durchgängiges Berichtsformat „abliefere“, weil es sich auch hier um einen kontinuierlichen Lernprozess handelt. So verfasse ich dieses Vorwort auch erst nach der 13. Etappe und veröffentliche es rückwirkend, um es an der richtigen Stelle zu platzieren, weil ich vorher nicht die Ruhe und Zeit dafür hatte. 

Die Reise finanziert sich zu 100% aus den Erlösen der Coachingtage und damit aus Budgets der Qnigge GmbH sowie aus privaten Mitteln. Wenn ich Produkte benenne, dann aus einer reinen persönlichen Überzeugung. Es gibt aktuell keine Sponsoren, die dieses Projekt durch Sach- oder Geldbeiträge mitfinanzieren. Sollte sich das unerwarteter Weise ändern, dann werde ich es kenntlich machen.

Über einen aktiven Dialog mit Leserinnen und Lesern freue ich mich und adressiere alle Berichte an diejenigen, die ich persönlich kenne und deren Motivation mir zu folgen ebenfalls bekannt sind. Sie werden sich immer wieder indirekt angesprochen fühlen. Darüber hinaus wende ich mich an Führungskräfte, Unternehmer, Firmenlenker, die mich noch nicht persönlich kennen. Damit möchte ich auch explizit auf meine Arbeit als Managementtrainer aufmerksam machen, auf meinen Blick auf die Welt. 

Damit stehe ich für den öffentlichen oder auch gezielt bilateralen Dialog über mfw@qnigge.de zur Verfügung. 

Dank

Ein solches Projekt ist Teamarbeit. Auch wenn ich in Persona derjenige bin, der öffentlich ist, so stehen viele Personen im Hintergrund, ohne deren Mitwirken dieses Projekt nicht möglich ist. 

Der wichtigste Dank geht an meine Ehefrau und Partnerin, Hannelore Weidner, die mir überhaupt den Raum lässt, derartige Experimente auf den Weg zu bringen. Mit Rat, Tat und guten Gedanken ist sie ein wichtiger Teil dieses Projektes. Die Erfahrung dieser Tour hat natürlich auch unmittelbar Einfluss auf unsere private, wie auch berufliche Beziehung und wird in der Berichterstattung nur selektiv öffentlich gemacht, weil es bei aller Transparenz auch einen sehr privaten Teil gibt, den es zu schützen gilt.

Gerne möchte ich einen sehr persönlichen Dank an meine Kollegin Birgit Gündisch richten. Sie begleitet diese Reise redaktionell, kritisch, motivierend und medien-handwerklich, damit diese Berichte überhaupt und einigermaßen zeitnah veröffentlichbar sind. 

Danke auch an Jennifer Wagner, die das Team der Qnigge GmbH seit April 2019 als Projektassistentin verstärkt hat und organisatorisch im Hintergrund mitwirkt.

Danke an Mario Schmidt-Wendling, www.sisu-training.de, der mich seit 2013 als Triathlontrainer begleitet und die Grundlagen meiner Ausdauerbelastbarkeit vorbereitet hat. Zitat von Mario: „Ich trainiere Dich gerne, nur laufen musst Du alleine. Ich werde Dich nicht anhalten, die Trainingspläne umzusetzen. Da bist alleine Du in der Verantwortung.“ Die Größe von Mario hat mich außerdem beeindruckt, als ich mit Andreas Butz, www.laufcampus.de, einen weiteren Experten speziell im Laufsport hinzugezogen habe, um die laufspezifischen Aspekte der Vorbereitung zu fokussieren. Danke den beiden Sportlern, Trainern, Kritikern, Freunden, ich habe viel von Euch über Körper und Ernährung gelernt.

Der abschließende Dank geht an alle Kunden und Gäste, die sich gleichermaßen auf diese Erfahrung einlassen. Menschen, die mir in voller Tiefe ihr Vertrauen schenken, auf menschlicher, fachlicher, berg- und ausdauersportlicher Ebene. Wir werden uns auf einander einlassen, verbinden, lernen, walken, talken, reflektieren, uns freuen, weinen, wachsen und einmalige Erfahrungen sammeln.

Alles ist im Fluss.

Euer Markus F. Weidner