Meine heutige Tour von der Rifugio Croda da Lago aus habe ich um 15:30 Uhr nach netto fünfeinhalb Stunden Wanderzeit und knapp 16 km abgebrochen, weil ich körperlich sehr erschöpft war. Nach einem noch moderaten Anstieg über Cortina und dem Wechsel ins nächste Tal hatte ich einen traumhaften, aber schweren und steilen Aufstieg auf 2.500 m und dann den Abstieg bis auf 1.900 m und das hat an meinen Kräften gezehrt. So steht die heutige Etappe unter dem Motto Ressourcen verwalten und nicht überstrapazieren, um nicht auszubrennen bzw. ins Übertraining zu kippen.

Das ist mein heutiges Learning, was wir auch als Führungskraft zu beachten haben: Wer über seine Kräfte geht, der schießt sich raus. Die Natur ist ohne Gnade, wenn wir Grenzen längerfristig unklug überziehen. Dabei gilt es zu beachten, dass wir uns natürlich fordern dürfen und müssen, um uns zu entwickeln. Belastung und Entlastung im Wechsel, das habe ich heute sehr bewusst erlebt. Dafür habe ich mir die Freiheit genommen, das Ziel der Tagesetappe zu kippen, um das übergeordnete Ziel nicht zu gefährden.

Eindrücke von der heutigen kräftezehrenden Etappe

Mittlerweile bin ich in der Rifugio Venezia angekommen und hab mich nach einem Teller Nudeln und einem fetten Kuchen erst mal zwei Stunden schlafen gelegt. Das hat mich zumindest wieder in den Zustand, dass ich wieder wach sein will, gebracht. 🙂 Vermutlich wird die Energie bis zum Besteck heben beim Abendessen ausreichen und dann stehen nochmals 10 Stunden Schlaf auf dem Programm, um für morgen wieder fit zu sein. Ich bin zuversichtlich.

Viele Grüße aus den Bergen Italiens, 

Euer Markus F. Weidner

Links:
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